| Geschichte Wolkenstein |
Die an der Silberstraße, Sachsens erster Ferienstraße,
gelegene Bergstadt ist eine der ältesten Ansiedlungen im oberen Erzgebirge.In der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts entsteht im Zuge der ersten Landnahme und Besiedlung die Burg, deren Besitzer, die Herren von Waldenburg, um 1241 erstmalig genannt werden. Bereits um 1293 wird reicher Bergbau um Wolkenstein betrieben, eine eigene Münzstätte wird 1323 erwähnt.
Mit der Burg entwickelt sich eine städtische Siedlung, die eine gemeinsame
Mauer umschließt. Die exponierte Lage auf hohem Fels über die
Zschopau ist über Jahrhunderte hinweg ein beliebtes Motiv für
Maler und Zeichner und bringt der Stadt im 19. Jahrhundert die schmeichelhafte
Bezeichnung „Sächsisches Rothenburg“ ein. Nach dem Aussterben der Waldenburger auf Wolkenstein fällt die Herrschaft an die Wettiner, die sie in ein kurfürstliches Amt umwandeln und nach 1500 das spätgotische Wohnschloß errichten lassen. Der historische Stadtkern umfasst außerdem die Stadtkirche St. Bartholomäus. In romanischer Zeit erbaut und dem Heiligen Georg geweiht, entsteht sie nach dem 3. Stadtbrand in heutiger Gestalt. Das Mühltor, die Fronfeste, der Schlosskeller mit herrlichen Andreaskreuzen, die Alte Pfarre, ein unterirdisches Gangsystem, die Postdistanzsäule von 1730 und Reste der alten Stadtbefestigung vermitteln dem Besucher mittelalterliche Stimmung bei einem Gang durch die Straßen und Gassen des Städtchens. Fünf Stadtbrände, der verheerendste 1802, sieben Besetzungen während des Dreißigjährigen Krieges und spätere Drangsale durch Krieg und Hungerjahre lassen die Bevölkerung verarmen.
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