Im Rahmen des Projektes „Literaturforum Bibliotheken“ des Bibliotheksverbandes Sachsen kommt die Autorin zu einer Lesung aus ihrem Buch „Beduinenmilch“
in die Stadtbibliothek Wolkenstein, (Markt 13).
„Beduinenmilch“ ist eine spannende Coming-of-Age-Geschichte über eine junge Deutsch-Israelin im
Kreuzfeuer des Nahostkonflikts:
Die 17-jährige Deutsch-Israelin Talia reist im Sommer 2014 zu ihrer Familie nach Israel,
um sich zum Militärdienst einziehen zu lassen. Endlich will sie allein über ihre Zukunft bestimmen,
will dazugehören zu ihrer großen Familie, eine sinnvolle Aufgabe übernehmen und Teil der
israelischen Gesellschaft und Verteidigung werden. Alles in Israel scheint spannender zu sein als
das linksliberale Leben, das ihre Eltern in Berlin führen. Doch was sie in diesem Sommer erlebt –
in Gaza tobt der Krieg, sie lernt Palästinenser kennen, verliebt sich in einen israelischen
Menschenrechtsaktivisten, reist in die Westbank –, lässt sie eine vollkommen neue Sichtweise auf die Lebensrealität in ihrem Geburtsland erleben ...
»Persönlich, bewegend, politisch – das richtige Buch zur rechten Zeit.«
Deborah Feldmann, Schriftstellerin
»Mit ›Beduinenmilch‹ gelingt Nirit Sommerfeld ein bemerkenswerter Brückenschlag zwischen
persönlichem Erwachsenwerden und der harten Realität eines asymmetrischen Konflikts.
Der Roman führt die Leserin in ein Spannungsfeld aus Völkerrecht, Besatzung und Menschenwürde – ohne zu moralisieren, aber mit klarer Haltung.
Ein literarisches Plädoyer für Empathie, Verantwortung und die Kraft des Dialogs – zwischen Generationen wie zwischen den Welten von Deutschland, Israel und Palästina.«
Norman Paech, Professor für öffentliches Recht (Hamburg)
»Nirit Sommerfeld hält trotz der verzweifelten Lage im Land zwischen Mittelmeer und Jordanfluß fest an der konkreten Utopie einer friedlichen Koexistenz zwischen Juden und Palästinensern – mit poetischer Kraft, geprägt von den Opfer-und Tätererfahrungen ihrer Vorfahren mit der Shoa und der Vertreibungsgewalt gegen Palästinenser und mit präziser Kenntnis der Lage vor Ort.«
Andreas Zumach, Journalist
»So verflechten sich die Zeiten und als LeserIn bekommt man ein Gespür dafür, wie sich Gewalt in diesem Land fortgesetzt hat, wie heutige Konflikte eng mit den früheren verknüpft sind. Und man kann die Sehnsucht von Nirit Sommerfelds Figuren verstehen, eine Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung.«
SWR Kultur
Nirit Sommerfeld, 1961 in Eilat geboren, ist eine deutsch-israelische Schauspielerin und Sängerin.
Sie ist Mitbegründerin des »Bündnisses für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern« und schreibt mit der Erfahrung vieler Israel-Aufenthalte. Beduinenmilch ist ihr Debütroman.
Nirit Sommerfeld hat von Oktober 2024 bis Ende August das „Café Julius“ im smac betrieben, benannt nach ihrem Großvater Julius, der einst in Chemnitz lebte und von den Nazis vertrieben und ermordet wurde. Seitdem gab es für ihre Gäste nicht nur kulinarische Leckerbissen, sondern
auch eine Menge Kultur. In diesem Jahr, das in Sachsen unter das Motto „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur“ gestellt wurde, gab es im Café Julius eine Gesprächsreihe
unter der Überschrift „Tacheles-Gespräche auf dem Goldenen Sofa“ zu aktuellen Themen unserer Zeit. Diese Veranstaltungsreihe rief bei einigen Menschen Unmut hervor, worüber ausführlich in der Freien Presse berichtet wurde.
Im Rahmen der Lesung gibt es ganz bestimmt die Möglichkeit, nicht nur darüber miteinander ins Gespräch zu kommen.
Wegen der begrenzten Raumgröße in der Bibliothek bitten
wir möglichst um Voranmeldung, um bei großem Interesse eventuell auf einen anderen Raum auszuweichen.
Info unter Tel. 037369 131-27 und 0172 4701761!
Eintritt: 5,- €